Polanski – die öffentliche Meinung ist nicht gefragt!
this am 3. Oktober 2009Entwicklungen wie die neueren Skandale, bei welchen die Massenmedien Richter spielen und mit der öffentlichen Meinung jonglieren, sind gefährlich.
In einer Gesellschaft gibt es verschiedene Systeme. Das Informationssystem hat die Aufgabe Informationen zu verbreiten, wenn sie einen hohen Nachrichtenwert besitzen. Der Wert einer Information besteht aus zwei Teilen: 1. Relevanz und 2. Aktualität.
Was in neuerer Zeit allerdings geschieht ist, dass die Medienmacher aktiv an der Relevanz eines Themas schrauben, um Präsenz als Meinungsführer zu zeigen und dadurch ihr Medium besser zu positionieren. Ständig wird versucht, einen Skandal mit mehr Details aufzupumpen. Dem Publikum wird mit der steten Präsenz eines Themas vorgegaukelt, es sei besonders relevant. Man schämt sich fast, wenn man sich zu diesem Thema keine Meinung gebildet hat.
Das Problem ist, dass die öffentliche Meinung die Macht hat, in das Rechtssystem und das politische System einzugreifen. Die Entlassung des Botschafters Borer ist nur ein Beispiel.
Es ist ein gefährliches Spiel, das die Medien da treiben. Beherrschen Interessensgruppen oder Einzelpersonen das Spiel mit der öffentlichen Meinung, können ihnen unbequeme Politiker innert kürzester Zeit entmachtet werden.
Mündige Bürger sollten derartige Spiele durchschauen (lernen) und sich von dieser Art der aufgezwungen Meinungsmache emanzipieren. Denn den Stil eines Mediums steuert man über die Hände, die es füttern und über Feedback-Kanäle wie Leserbriefe oder Online-Kommentare.
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