Pausensetzung
this am 29. August 2007Pausen sind ein wichtiges Mittel der Dramaturgie – ganz egal für welches Medium wir texten. So steigert eine Pause vor einem wichtigen Teil die Spannung. Eine Pause nach einem Bild, Satz, Wort oder einer audiovisuellen Szene lässt das Vorher erst wirken.
Das Prinzip ist eigentlich klar. Wir brauchen Zeit, um die Reize zu verarbeiten. Wenn die Pause fehlt, verpufft die Wirkung an der Oberfläche. Obwohl die Sache eigentlich ziemlich simpel ist, vernachlässigen viele die Pausensetzung. Damit verbauen sie sich ein wunderbares Stilmittel. Zudem verpufft mangels Pausen ein Grossteil der Wirkung der Botschaft.
Hertha Sturm sprach in diesem Zusammenhang von der fehlenden Halbsekunde und davon, dass man erfahrene Rundfunkredakteure an ihrer Pausensetzung erkenne.
Offenbar haben viele Medienmacher panische Angst vor Pausen. Sie fürchten, die Zuschauer, Hörer oder Nutzer schalten um oder ab. In der Regel ist das aber gerade der Fall, wenn es der Darbietung an Pausen mangelt.
Weiterführende Links
0 Kommentare
Einen Kommentar hinterlassen
Mehr Lesen
« Liebe dumme Leser, ihr wollt es doch so!
Kniffe für die Textverarbeitung »
BlogMedia