Multimedia und Dramaturgie

Beim Produzieren von Multimedia-Texten stützt man sich mit Vorteil auf die Erzählformen und dramaturgischen Mittel anderer Kommunikationsmittel ab: Rhetorik bringt dem Radio was, Radio bringt dem Podcast was, Filmsprache bringt dem Fernsehen was, Fernsehen bringt dem Videocast was. Dramaturgie bringt dem Printjournalismus was, Printjournalismus bringt den Weblogs was.

Grundsätzlich hat sich die mediale Form nach dem Inhalt zu richten und nicht umgekehrt.

Emotionale Elemente sind lernfördernd, sofern sie stimmig sind, nicht zu dominant in Erscheinung treten und die Aussage tragen, anstatt davon abzulenken.

Pausen zwischen Aussagen und Themensprüngen sind wichtig (insbesondere bei flüchtigen Medien). Sie ermöglichen dem Nutzer mitzudenken und verhindern ein Abschalten. (Vgl. Hertha Sturms «fehlende Halbsekunde»)

Die Verständlichkeit eines Textes oder einer Medienbotschaft fusst auf vier Säulen, die Friedemann Schulz von Thun in der Formel «KISSSS» zusammenfasst: Keep it short, structurated, stimulating and simpel – zu deutsch: Halte es kurz, strukturiert, stimulierend und einfach.

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| 13th Mai, 2009 | Veröffentlicht unter Media Literacy, Nutzerfreundliche Dramaturgie |

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