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Fahrstuhlmusik – die neue Unsitte in Podcasts

this am 25. März 2007

Wenn Podcasts und Videocasts unter dem Label «Medienpädagogik» auf die Menschen los gelassen werden, die gegen jede Vernunftsregel der Dramaturgie verstossen, dann läuten bei einem ehemaligen Radiomenschen wie mir alle Alarmglocken.

Mit dem Unterlegen von Hintergrundmusik werden die Inhalte zur Nebensache degradiert. Die Musik stört die Konzentration auf das, was gesagt wird, massiv.

Natürlich kann man argumentieren, dass es im Interesse der Vielfalt ist, wenn es auch solche Formen gibt, und man mit diesem freien Medium experimentieren und Spass haben soll.

Die Zeit der Menschen jedoch ist begrenzt. Die Zahl der verfügbaren Medienimpulse nimmt von Sekunde zu Sekunde zu.

Wer den Hörern einen Podcast bietet, in dem man zwar über 20 Minuten nicht auf den Punkt kommt, dafür aber das Gerede mit genüsslich plätschender Fahrstuhlmusik erträglicher macht, der verschwendet die Zeit von andern Menschen. Dies führt in der Regel dazu, dass die Nutzer, wenn sie den Zeitraub entdecken, sich betrogen fühlen und vom Unternehmen oder dem Produzenten abwenden.


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