Das Weblog – zwischen Gegenöffentlichkeit und Karaoke-Journalismus
this am 26. Juli 2008An Weblogs lässt sich der Unterschied zwischen der formalen und inhaltlichen Komponente der Kommunikation schön aufzeigen.
Ist die Form von Weblogs, Podcasts und Konsorten grundsätzlich wie geschaffen zur freien Meinungsäusserung und Diskussion, so sind viele der Inhalte von einer Qualität, die mit “Karaoke-Journalismus” treffend umschrieben ist. Hier offenbart sich die Flüchtigkeit, mit der unsereins seine Meinung kund tut – erneut in Form (Rechtschreibung / Sprachstil / Struktur) und Inhalt (Allseitigkeit / Recherche / Prägnanz).
- Drei gute Gründe, die für das Weblog sprechen:
- Wer Zeit und Musse hat, kann mit wenigen Mitteln selbst ein Weblog eröffnen. Dadurch, dass Weblogs keine hohen Publikationshürden aufweisen, kommen Themen zur Sprache, die von Presse, TV und Radio vernachlässigt oder gar nicht erst aufgegriffen werden.
- Man ist im Internet viel freier, was die Selektion und Themensetzung betrifft. Man kann uninteressante Blogs links liegen lassen, beziehungsweise gezielt jene ansteuern, auf die das Gegenteil zutrifft.
- Meistens besteht die Möglichkeit, Feeback in Form von Kommentaren und Ergänzugen zu platzieren.
Weiterführende Links
- Neue Web-Dienste – neuer Journalismus?
- Eine schiefe Kolumne (Thema: Journalistisches Selbstverständnis in Zeiten von Weblogs und Gratiszeitungen)
- Erkenntnisse einer Arbeit zum Thema Online-Journalismus Weblog und klassischer Journalismus
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