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	<title>BlogMedia &#187; Mediennutzung</title>
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	<description>Medienkritik</description>
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		<title>Gewalt am Bildschirm, Gewalt im Hirn</title>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 15:47:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>this</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Mediennutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwirkung]]></category>

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		<description><![CDATA[Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer hat nach seinem Vortrag «Lernen mit Gef&#252;hl; Gehirnforschung, Emotion und Lernprozesse» die Frage beantwortet, ob Bildschirme auch Wissensvermittler sein k&#246;nnen. Er meinte sinngem&#228;ss, man k&#246;nne Bildschirmmedien durchaus als Lernmedien einsetzen. Gleichzeitig beklagte Spitzer, dass der gr&#246;sste Teil des von Bildschirmmedien Gelernten intentionale (Werbung, Propaganda,  oder sonstige Beeinflussung) oder fiktionale [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer hat nach seinem Vortrag «Lernen mit Gef&#252;hl; Gehirnforschung, Emotion und Lernprozesse» die Frage beantwortet, ob Bildschirme auch Wissensvermittler sein k&#246;nnen.</strong><span id="more-98"></span> Er meinte sinngem&#228;ss, man k&#246;nne Bildschirmmedien durchaus als Lernmedien einsetzen. Gleichzeitig beklagte Spitzer, dass der gr&#246;sste Teil des von Bildschirmmedien Gelernten intentionale (Werbung, Propaganda,  oder sonstige Beeinflussung) oder fiktionale (z.B. Gewalt falsche Verhaltensmuster) Inhalte seien. Denn Kinder, Jugendliche und Erwachsene lernen von massenmedial verbreiteten Inhalten – auch wenn es sich nicht um Lerninhalte handelt. Unser Gehirn macht da offenbar keinen grossen Unterschied.</p>
<p>Bis zum 18. Lebensjahr habe man heutzutage, so Spitzer, &#252;ber Bildschirmmedien durchschnittlich 20 000 Gewalttaten gesehen und dabei gelernt:</p>
<ul>
<li> Gewalt tut nicht weh</li>
<li>Der T&#228;ter kommt in den meisten F&#228;llen davon</li>
</ul>
<blockquote>
<p style="text-align: left;"><em>(Quelle: Manfred Spitzers Vortrag «Lernen mit Gef&#252;hl; Gehirnforschung, Emotion und Lernprozesse», Mittwoch, 6. Mai 2009, Kantonsschule Heerbrugg)</em></p>
</blockquote>
<p>Nun gibt es Leute, die sagen, mediale Gewalt ist nur ein Faktor unter vielen. Das ist richtig. Sie ist dennoch ein Faktor und mit Sicherheit kein derart harmloser, wie die Unterhaltungsindustrie uns seit Jahren weiss machen will.</p>
<p>Dass medial erlebte Gewalt einen unmittelbaren Nachhall in die Realit&#228;t hat, wiesen die Psychologen Brad Bushman und Craig Anderson in einem <a class="pdf" title="&#214;ffnet PDF in neuem Fenster" href="http://www.wissenschaft-online.de/artikel/993332" target="_blank">Experiment (siehe S. 9 des PDFs)</a> nach. Die beiden Experimente, in denen die Probanden auf ihre Hilfsbereitschaft hin untersucht wurden, zeigten, dass die Abstumpfung durch Gewalt in den Medien unser t&#228;gliches Hilfeverhalten beeinflusst. Jene Gruppe, die ein nach 20 Minuten an einem «Pr&#252;gelspiel», mit einer von Schauspielern vorget&#228;uschten echten Pr&#252;gelei konfrontiert wurden, brauchten im Schnitt &#252;ber eine Minute, um nach dem Rechten zu sehen. Jene Gruppe, welche sich mit Geschicklichkeitsspielen vergn&#252;gt hatte, eilte im Schnitt bereits nach 16 Sekunden zu Hilfe.</p>
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		<title>Aufkl&#228;rung 2.0</title>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 15:16:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>this</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informationsflut]]></category>
		<category><![CDATA[Media Literacy]]></category>
		<category><![CDATA[Medienbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Mediennutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Alphabetisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Medienalphabetisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[sekundäre Alphabetisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Presse und B&#252;cher haben als Massenmedien dank der zunehmenden Alphabetisierung in Europa die Aufkl&#228;rung voran getrieben und mitgeholfen, das Feudalsystem zu kippen. Es handelt sich hier also um eine Demokratisierung, die vom Zweigespann Alphabetisierung und Presse voran getrieben wurde.
Im Sinne der Radiotheorie von Brecht k&#228;mpften Protagonisten wie Hans Magnus Enzensberger f&#252;r eine Demokratisierung der Massenmedien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Presse und B&#252;cher haben als Massenmedien dank der zunehmenden Alphabetisierung in Europa die Aufkl&#228;rung voran getrieben und mitgeholfen, das Feudalsystem zu kippen.</strong> <span id="more-91"></span>Es handelt sich hier also um eine Demokratisierung, die vom Zweigespann Alphabetisierung und Presse voran getrieben wurde.</p>
<p>Im Sinne der Radiotheorie von Brecht k&#228;mpften Protagonisten wie Hans Magnus Enzensberger f&#252;r eine Demokratisierung der Massenmedien – zun&#228;chst unter sozialistisch gepr&#228;gten Vorzeichen. Stichworte: «offene Kan&#228;le» und «B&#252;rgerrundfunk». Presse und B&#252;cher haben als Massenmedien dank der zunehmenden Alphabetisierung in Europa das Zeitalter der Aufkl&#228;rung voran getrieben und mitgeholfen, das Feudalsystem zu kippen. Es handelt sich hier also um eine Demokratisierung, die vom Zweigespann Alphabetisierung und Presse voran getrieben wurde.   Im Sinne der Radiotheorie von Brecht k&#228;mpften Protagonisten f&#252;r den Sozialismus und gegen den Kapitalismus, Stichworte: Produktionsstrukturen, offene Kan&#228;le und B&#252;rgerfunk. Brecht selbst nutzte den Volksempf&#228;nger auch im Kampf gegen den Nationalsozialismus und <a title="Siehe 6. Abschnitt. &#214;ffnet Link in neuem Fenster" href="http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=11061&#038;ausgabe=200709" target="_blank">sendete aus der damaligen Sowjetunion mittels Piratensendern in Form vertonter Gedichte versteckte Botschaften gegen den Nationalsozialismus</a> z.B. «<a title="&#214;ffnet Link in neuem Fenster" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schlechte_Zeit_f%C3%BCr_Lyrik" target="_blank">Schlechte Zeit f&#252;r Lyrik</a>».   </p>
<p>Nun sollte die <a title="Springt zur weiteren Erl&#228;uterung" href="#mA"><em>multimediale Alphabetisierung</em></a> voran getrieben werden, damit die Wissensgesellschaft aus den Fussstapfen der Informations- und Konsumgesellschaft zu treten vermag, die Bev&#246;lkerung zu einem aufgekl&#228;rten Umgang mit den Massenmedien findet und die Individuen sich in der Folge vom Empf&#228;nger zum Nutzer wandeln. Das heisst nicht, dass man g&#228;nzlich auf Unterhaltung verzichtet. Sie erf&#252;llt durchaus eine wichtige Funktion. Dank der multimedialen Alphabetisierung k&#246;nnen wir lernen, die medialen Inhalte sinnvoller zu verarbeiten. Wir lernen uns massvoller, gezielter in unserer medialen Umwelt zu bewegen.</p>
<p>Mit <a name="mA"><em>multimedialer Alphabetisierung</em></a> ist nicht alleine das technische Verstehen und Beherrschen gemeint (lesen, schreiben). Vielmehr sollte man lernen, mit den Inhalten umzugehen. Hier sind analytische und Sinn gebende Kompetenzen angesprochen (verstehen, vergleichen, einordnen, verkn&#252;pfen, verbessern, erweitern, strukturieren, erz&#228;hlen, ver&#246;ffentlichen). Denn viel wichtiger als die Frage, wie die Medien funktionieren ist doch die Frage, wie die Menschen die Medien nutzen und wof&#252;r sie sie einsetzen.</p>
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		</item>
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		<title>Wer hat Angst vorm Zauberk&#228;stchen</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 11:19:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>this</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediennutzung]]></category>

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		<description><![CDATA[Mir graut vor der Vorstellung, dass es irgendwann ein Ger&#228;t gibt, mit dem man alles kann: telefonieren, browsen, private wie berufliche Termine vereinbaren, einkaufen, bezahlen, fernsehen, Filme schauen, Musik h&#246;ren, Zeitung lesen, Musik einkaufen, zeichnen, malen, Hausaufgaben erledigen, Texte schreiben, Pr&#228;sentationen erstellen und abspulen und und und.
«Wieso, das w&#228;re doch unheimlich praktisch?», mag man sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mir graut vor der Vorstellung, dass es irgendwann ein Ger&#228;t gibt, mit dem man alles kann: telefonieren, browsen, private wie berufliche Termine vereinbaren, einkaufen, bezahlen, fernsehen, Filme schauen, Musik h&#246;ren, Zeitung lesen, Musik einkaufen, zeichnen, malen, Hausaufgaben erledigen, Texte schreiben, Pr&#228;sentationen erstellen und abspulen und und und.</strong><span id="more-61"></span></p>
<p>«Wieso, das w&#228;re doch unheimlich praktisch?», mag man sich fragen.</p>
<p>Klar, nur das ist gerade das Problem.</p>
<p>Man w&#252;rde von dem K&#228;stchen nicht mehr los kommen. Es k&#228;me h&#228;ufiger zu Erscheinungen wie Phantonklingeln und bei Verlust oder Defekt w&#252;rde man sich beinahe hilflos f&#252;hlen. Man kennt die allgemeine Hilf- und Ratlosigkeit, wenn Computer, Netzwerk oder Internet-Verbindung der ganzen Abteilung einmal nicht funktionieren. Ein eindr&#252;ckliches Beispiel zeigte eine Dokumentarsendung des Schweizer Fernsehens. Ein Mann meinte ob seinem defekten Computer: «Man f&#252;hlt sich nur noch als halber Mensch.»</p>
<p>Vor allem aber h&#228;tte man aber immer weniger Zeit. Die Pausen, die gemeinhin beim Wechseln von einem auf das n&#228;chste Medium eingelegt werden, fielen dahin. Das Ablenkungspotenzial stiege, da ja alles auf diesem einen Ger&#228;t verf&#252;gbar ist.</p>
<p>Auf den Punkt gebracht: Je abh&#228;ngiger wir uns von einzelnen Medien machen, desto abh&#228;ngier sind wir davon – eigentlich logisch. Der Regisseur Federico Fellina hat einmal gesagt:</p>
<blockquote><p>Wir sollten f&#228;hig sein, das Fernsehen aufzugeben oder es auf zwei Kan&#228;le zu begrenzen.</p></blockquote>
<p>Auf die heutige Zeit &#252;bertragen k&#246;nnte man sagen: Wir sollten f&#228;hig sein, die Mobiltelefonie aufzugeben oder aufs Telefonieren und SMS schreiben zu begrenzen.</p>
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