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	<title>blogmedia &#187; Medienbildung</title>
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	<description>Medienkritik</description>
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		<title>Merz, Polanski, Kachelmann, Rappaz &#8211; Spiel mit der &#246;ffentlichen Meinung</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 21:03:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>this</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Massenmedien Richter spielen und mit der &#246;ffentlichen Meinung jonglieren, ist dies gef&#228;hrlich. In einer Gesellschaft gibt es verschiedene Systeme. Das Informationssystem hat die Aufgabe Informationen zu verbreiten, wenn sie einen hohen Nachrichtenwert besitzen. Der Wert einer Information besteht aus zwei Teilen: 1. Relevanz und 2. Aktualit&#228;t. Was in neuerer Zeit allerdings geschieht ist, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn Massenmedien Richter spielen und mit der &#246;ffentlichen Meinung jonglieren, ist dies gef&#228;hrlich.</strong><br />
<span id="more-122"></span></p>
<p>In einer Gesellschaft gibt es verschiedene Systeme. Das Informationssystem hat die Aufgabe Informationen zu verbreiten, wenn sie einen hohen Nachrichtenwert besitzen. Der Wert einer Information besteht aus zwei Teilen: 1. Relevanz und 2. Aktualit&#228;t.</p>
<p>Was in neuerer Zeit allerdings geschieht ist, dass die Medienmacher aktiv an der Relevanz eines Themas schrauben, um Pr&#228;senz als Meinungsf&#252;hrer zu markieren und dadurch ihr Medium besser zu positionieren. Dabei wird versucht, einen Skandal mit mehr Details aufzupumpen, was einer Boulevardisierung der &#246;ffentlichen Meinung gleich kommt. Dem Publikum wird mit der steten Pr&#228;senz eines Themas vorgegaukelt, es sei besonders relevant. Man sch&#228;mt sich fast, wenn man sich zu diesem Thema keine Meinung gebildet hat.</p>
<p>Das Problem ist, dass die &#246;ffentliche Meinung die Macht hat, in das Rechtssystem oder das politische System einzugreifen. Das Aufzeigen von Missst&#228;nden ist zwar eine wichtige Aufgabe der Medien und tr&#228;gt zum Funktionieren einer Demokratie bei. Der Primeur-Druck, der beim Aufbau solcher Skandal-Wellen herrscht, birgt aber die Gefahr, dass Halbwahrheiten verbreitet werden, die f&#252;r den Betroffenen fatale Folgen haben k&#246;nnen. Die Entlassung des Botschafters Thomas Borer ist nur ein Beispiel. Auch das Herausl&#246;sen des Indianer-Vergleichs von Peer Steinbr&#252;ck aus dem Zusammenhang (er verwies auf einen milit&#228;rgeschichtlichen Schachzug, wodurch sich Indianer vor einer Kavalerie f&#252;rchteten, die es gar nicht gab &#8211; <a href="http://www.rhetorik.ch/Aktuell/09/03_15/index.html" target="_blank" title="&#214;ffnet Link in neuem Fenster">sinnbildlich f&#252;r die schwarze Liste </a>) hatte regelrechte Hasstiraden gegen den ehemaligen deutschen Finanzminister zur Folge. </p>
<p>Es ist ein gef&#228;hrliches Spiel, das die Medie da treiben. Beherrschen Interessensgruppen oder Einzelpersonen das Spiel mit der &#246;ffentlichen Meinung, k&#246;nnen ihnen unbequeme Politiker innert k&#252;rzester Zeit entmachtet werden.</p>
<p>M&#252;ndige B&#252;rger sollten derartige Spiele durchschauen (lernen) und sich von dieser Art der aufgezwungen Meinungsmache emanzipieren. Denn den Stil eines Mediums steuert man &#252;ber die H&#228;nde, die es f&#252;ttern und &#252;ber Feedback-Kan&#228;le wie Leserbriefe oder Online-Kommentare.</p>
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		<title>Aufkl&#228;rung 2.0</title>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 15:16:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>this</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informationsflut]]></category>
		<category><![CDATA[Media Literacy]]></category>
		<category><![CDATA[Medienbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Mediennutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Alphabetisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Medienalphabetisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[sekundäre Alphabetisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Presse und B&#252;cher haben als Massenmedien dank der zunehmenden Alphabetisierung in Europa die Aufkl&#228;rung voran getrieben und mitgeholfen, das Feudalsystem zu kippen. Es handelt sich hier also um eine Demokratisierung, die vom Zweigespann Alphabetisierung und Presse voran getrieben wurde. Im Sinne der Radiotheorie von Brecht k&#228;mpften Protagonisten f&#252;r den Sozialismus und gegen den Kapitalismus, Stichworte: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Presse und B&#252;cher haben als Massenmedien dank der zunehmenden Alphabetisierung in Europa die Aufkl&#228;rung voran getrieben und mitgeholfen, das Feudalsystem zu kippen.</strong> <span id="more-91"></span>Es handelt sich hier also um eine Demokratisierung, die vom Zweigespann Alphabetisierung und Presse voran getrieben wurde.</p>
<p>Im Sinne der Radiotheorie von Brecht k&#228;mpften Protagonisten f&#252;r den Sozialismus und gegen den Kapitalismus, Stichworte: Produktionsstrukturen, offene Kan&#228;le und B&#252;rgerfunk. Brecht selbst nutzte den Volksempf&#228;nger auch im Kampf gegen den Nationalsozialismus und <a title="Siehe 6. Abschnitt. &#214;ffnet Link in neuem Fenster" href="http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=11061&#038;ausgabe=200709" target="_blank">sendete aus der damaligen Sowjetunion mittels Piratensendern in Form vertonter Gedichte versteckte Botschaften gegen den Nationalsozialismus</a> z.B. «<a title="&#214;ffnet Link in neuem Fenster" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schlechte_Zeit_f%C3%BCr_Lyrik" target="_blank">Schlechte Zeit f&#252;r Lyrik</a>».   </p>
<p>Nun sollte die <a title="Springt zur weiteren Erl&#228;uterung" href="#mA"><em>multimediale Alphabetisierung</em></a> voran getrieben werden, damit die Bev&#246;lkerung zu einem aufgekl&#228;rten aktiven Umgang mit den Massenmedien findet (Rollenwechsel vom Empf&#228;nger zum Nutzer). Das heisst nicht, dass nun g&#228;nzlich auf Unterhaltung verzichtet werden soll. Sie erf&#252;llt durchaus eine wichtige Funktion. Dank der multimedialen Alphabetisierung k&#246;nnen wir lernen, die medialen Inhalte sinnvoller zu verarbeiten. Wir lernen uns aktiver und gezielter in unserer medialen Umwelt zu bewegen.</p>
<p>Mit <a name="mA"><em>multimedialer Alphabetisierung</em></a> ist nicht alleine das technische Verstehen und Beherrschen gemeint (lesen, schreiben). Vielmehr sollte man lernen, mit den Inhalten umzugehen. Hier sind analytische und Sinn gebende Kompetenzen angesprochen (verstehen, vergleichen, einordnen, verkn&#252;pfen, verbessern, erweitern, strukturieren, erz&#228;hlen, ver&#246;ffentlichen). Denn viel wichtiger als die Frage, wie die Medien funktionieren ist doch die Frage, wie die Menschen die Medien nutzen und wof&#252;r sie sie einsetzen.</p>
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