Bildwelt – Weg weg vom Einheitsbrei
this am 17. April 2007Header von Webseiten lassen sich in zwei Kategorien einteilen:
- Verschwommene oder unästhetisch beschnittene Bilder ohne Aussagekraft und mit wenig Bezug zum Unternehmen.
- Geometrische Formen, meist integriert ins Corporate Design und allzu oft verspielt animiert. Auch diese sagen wenig bis nichts übers Unternehmen aus.
Woran liegt’s?
Die meisten Unternehmen begnügen sich mit Headern, die im gelieferten Gestaltungskonzept des Design Partners schon drin sind oder sie basteln selbst einen Header aus dem Rohmaterial der Bildagentur.
In eine aussagekräftige Bildwelt wird meist zu wenig investiert.
Darüber hinaus herrscht in vielen Bild- und Designagenturen leider noch immer Verlegenheit im Umgang mit visueller Kommunikation vor.
Wieso es sich lohnt, in die Bildwelt zu investieren
Mit einer gut gestalteten Bildwelt lassen sich die Unternehmenswerte glaubwürdiger transportieren. Bilder kann man sich besser einprägen, denn sie haben eine unmittelbar emotionale Wirkung und werden länger erinnert als Texte.
Was sind die Charakterzüge, die es zu verbildlichen gilt?
Wer hat sich beim Definieren der Unternehmenswerte nicht schon einmal gefragt, ob sich die Konkurrenz-Unternehmen nicht auch als flexibel, kompetent, effizient, kundenorientiert und fair ausweisen. Darauf sucht man sich in der Regel einen fadenscheinigen nächsten Begriff, ein in 3 Minuten überlegtes Selbstverständnis am seidenen Faden, wodurch man sich zumindest punktuell von der Konkurrenz unterscheiden könnte.
Wer die Unternehmenswerte klar kommunizieren will, muss sich aber erst einmal über dieselben im Klaren sein.
Die Verlegenheit der Kommunikationsprofis
Agenturen offenbaren weitgehend noch Verlegenheit im Umgang mit Bildern sowie audiovisuellen und mulitmedialen Gesamttexten.
Meist wird eine Idee durchgeboxt, die als Mischung aus Agenturstil, Verspieltheit der Kreativen und verfügbaren Ressourcen umschrieben werden kann. Zu dieser Erkenntnis gelangt zumindest, wer die Ergebnisse betrachtet.
Übel nehmen darf man das den Agenturen nicht, denn schliesslich beschränkt sich die Ausbildung in diesen Bereichen noch hauptsächlich auf reine Anwenderkenntnisse in Software und maximal auf dünnes Wissen darüber, wie man Begriffe in verständliche Bilder übersetzt.
Man nehme
Für eine aussagekräftige und einzigartige Bildwelt braucht es also folgende Zutaten:
- Eigenrecherche, die über einen längeren Zeitraum und alle Unternehmensbereiche hinweg geschieht
- Kompetente Kreative, die sich im Feld der visuellen Kommunikation auskennen und wissen für wen sie arbeiten
- Zeit und damit Geld
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